TV 1905 Unterbach e.V.

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Die Geschichte des Turnvereins 1905 Unterbach e.v

Die Anfänge Zwischen den Kriegen Neubeginn 1945
Die 50er Jahre Die 60er Jahre Die 70er Jahre

 

Vereinsgeschichte 1905‑1980

In den Jahren bis zum zweiten Weltkrieg wurde neben den sportlichen Veranstaltungen das gesellschaftliche Leben im Verein groß geschrieben. In jedem Jahr wurde aus jedem erdenklichen Anlass ein Fest gefeiert. Neben Frühjahrs‑, Sommer‑, Herbst‑ und Winterfest standen Kaisers Geburtstag, Fastnacht und Silvester auf dem Programm. Zu Fastnacht wurden teilweise bis zu sechs Maskenbälle veranstaltet. Auf jedem Fest musste ein Tanzgeld bezahlt werden. Entweder kaufte man sich für ein bis zwei Mark eine Tanzkarte und konnte den ganzen Abend tanzen, oder man bezahlte nach jedem Tanz 10 Pfennig. Sehr beliebt war der Mondscheinwalzer. Ein künstlicher Mond diente dabei als einzige Saalbeleuchtung. Er wurde während des Tanzes bis zur Hälfte verdunkelt, dann ging die Saalbeleuchtung wieder an.

Versammlungen wurden jeden Monat abgehalten. Größtenteils wurde dort über bevorstehende Wettkämpfe und Feiern beraten. Eine typische Tagesordnung jener Zeit ist folgende vom 5. April 1914:

1. Einnahme der monatlichen Beiträge
2. Verlesung des Protokolls der letzten Versammlung 3. Aufnahme neuer Mitglieder
4. Neuwahl des 1. Kassierers
5. Besprechung über das Stiftungsfest
6. Besprechung über das Turnfest in Reisholz
7. Besprechung über den Turnwart
8. Verschiedenes

Natürlich wurde auch geturnt. Es gehörte aber neben den turnerischen Übungen auch das Marschieren zum Programm. Bei Turnwettkämpfen wurde von Punktrichtern, die zuvor gewählt worden waren, auch das einwandfreie Marschieren sowie die Turnkleidung bewertet. Eine weitere Disziplin, die zu jedem Wettstreit gehörte, war der Aufmarsch. Auf einem Platz oder im Turnsaal wurden dabei zur Musik eines Tambourcorps Formationen gebildet. Zu einem besonders guten Aufmarsch gehörte auch eine Menschenpyramide.

1905

Am 10. September 1905 wurde von 32 Männern aus Unterbach eine Generalversammlung zur Gründung eines Turnvereins abgehalten. Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte:

Punkt 1: Gründung des Vereins
Punkt 2: Wahl des Vorstandes
Punkt 3: Verlesung der Statuten
Punkt 4: Anschaffung von Geräten
Punkt 5: Verschiedenes

Die Statuten des Vereins zum Zeitpunkt der Gründung sind an anderer Stelle in diesem Heft abgedruckt. Im Gründungsjahr war Conrad Spinnrock 1. Vorsitzender und leitete den Verein die ersten Jahre. Bei der Gründung wurde auch gleichzeitig der Vereinsbeitrag festgelegt. Er betrug 25 Pfennig und als Aufnahmegebühr war eine Mark zu entrichten. Wenn man bedenkt, dass der Arbeitslohn eines Facharbeiters zu dieser Zeit bei ca. 40 Pfennig lag, ist dies eine stolze Summe. Daher rührt auch die relativ gute Finanzlage des Vereins zu dieser Zeit. Der Kassenbestand des Jahres 1905 ist wie folgt im Kassenbuch aufgeführt.

Einnahmen                   1905                        71,25M

Ausgaben                     1905                        41,50M

Kassenbestand                                            29,75M

In den Ausgaben war die Anschaffung von Geräten enthalten: "Es wurde beschlossen ein Reck und Barren nebst Matratzen gegen Nachnahme schicken zu lassen." Im Herbst 1905 wurden dann noch Turnkleidung, Sprungbretter und Sprungständer sowie Mitgliedskarten angeschafft. Um die Kasse so gut aufzufüllen, wurde in einer der ersten monatlichen Versammlungen folgendes beschlossen: "Das Fehlen bei der Turnstunde ist mit 10 Pfennig zu bestrafen. Kartenspielen während der Turnstunde wird mit 20 Pfennig bestraft."

1906‑1908

Aus diesen Jahren ist vom turnerischen Leben nur bekannt, dass regelmäßig die Turnstunden abgehalten wurden, bei denen die Disziplinen Ringen, Stemmen, Reck‑ und Barrenturnen im Vordergrund standen.

Die Kassenlage des Vereins ist in dieser Zeit sehr gut. Im Jahr 1906 weist das Kassenbuch schon einen Bestand von 1053,70 M aus.

Das wohl älteste Fotodokument des Turnvereins Unterbach aufgenommen 1907.

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1909

Im März dieses Jahres wurde das erste Sparkassenbuch des Vereins mit 200 M eröffnet. Im Sommer wurde ein Turnfest abgehalten, zudem folgende Disziplinen mit Preisen bedacht wurde.

1. Ringen in drei Klassen Preis

a) 1.Klasse Freischwinger
b) 2.Klasse Trinkhorn

c) 3. Klasse   Bowle
II: Stemmen   Standuhr
III: Reck         Trinkhorn
IV: Barren      Fruchtschale
V: Springen    Siegessäule
VI: Reckspringen    Standuhr

Für den Aufmarsch, der wie erwähnt zu jedem Turnwettkampf gehörte, gab es Medaillen, Krüge, Kränze, seidene und samtene Schleifen, Hirschfänger sowie Diplome.

1910/1911

Wieder wurden Turnwettkämpfe abgehalten. Hinzu kam das Pferdturnen, und das Ringen wurde weiter unterteilt in eine Klasse Kraft und eine Klasse Kniff.

1912‑1914

Es wurden Turnwettstreite in der Umgebung besucht. Zu den näheren Orten wie Reisholz, Benrath, Erkrath oder Hochdahl marschierte der Turnverein zu Fuß. Wenn es bis nach Solingen oder Opladen ging, wurde ein Pferdewagen besorgt. An solchen Sonntagen waren dann die Turner samt Familienanhang unterwegs.

1914

Im Februar fand neben den Fastnachtsbällen ein Fastnachtsumzug statt, an dem sich der Turnverein mit Männern in Froschkostümen und in Negerkostümen beteiligte. Am 1. August dieses Jahres beginnt der erste Weltkrieg. Das Protokoll der Versammlung vom 2. August 1914 ist auf der gegenüberliegenden Seite abgebildet.

1919

In der Zeit von 1914 bis 1919 ruhte der Betrieb im Turnverein. Am 5. Januar begann der Turnbetrieb mit den Vorstandswahlen wieder. 1. Vorsitzender wurde der schon vor dem Krieg amtierende Karl Eickelpoth. In mühseliger Kleinarbeit wurde der Verein wieder aufgebaut. Im Rahmen des Winterfestes richtete der Verein die Meisterschaft im Ringen für Rheinland und Westfalen aus.

1920

Schon ein Jahr nach Wiederbeginn wurde im August beschlossen, ein Tambourcorps zu gründen. Dieses Corps übte dann unter Anteilnahme des Vereins im Wald in der "Bückedell". Es begleitete von da an die Turner zu jedem Wettstreit und nahm selbst an Musikwettbewerben teil.

1921‑1924

Mit Beginn der Inflationszeit wurde auch die Arbeit des Turnvereins erschwert. Die Beiträge wurden erst zögernd erhöht. Später konnte man diese nicht mehr erhöhen, da vom Zeitpunkt der Erhöhung bis zum Zeitpunkt der Einnahme das Geld schon nichts mehr wert war. Bei den Festen wurde das Geld bündelweise eingenommen und am nächsten Tag sofort wieder ausgegeben.

1925‑1930

Der sportliche Erfolg dieser Jahre lag zweifellos bei den Ringern. Franz Fett wurde in dieser Zeit, wie es uns von alten Mitgliedern erzählt wurde, mehrfach Kreismeister im Ringen. Er besuchte noch bis 1968 regelmäßig die Jahreshauptversammlungen des Vereins.

Schon 1925 begann der Vorstand mit der Kapitalanlage für den Bau einer eigenen Turnhalle. Es wurden 100 M auf ein Konto festgelegt. Im Laufe der Jahre kamen dann immer ähnliche Beträge hinzu. 1926 besaß der Verein dann einen eigenen Bauplatz für die Turnhalle. Es wurde ein Kostenvoranschlag für den Bau einer Turnhalle eingeholt. Die Kosten beliefen sich danach auf 6000 M. Im Jahr 1927 sollte die erste Damenturnriege eröffnet werden. Aufgrund einiger Differenzen im Vorstand existierte diese Riege dann nur zwei Monate.

 

1931/1932

Nach einigen Wechseln im Vorstand in den letzten beiden Jahren der zwanziger Jahre, übernahm 1931 Josef Kornbüchen das Amt des 1 . Vorsitzenden. Bis zum Ende des Jahres 1932 lief der Turnbetrieb normal und ohne besondere Vorkommnisse weiter. Inzwischen wurde noch Leichtathletik und Boxen betrieben.

1933/1934

Im Rahmen der Gleichschaltung wurde im August 1933 der Vorstand aufgelöst und ein Vereinsführer eingesetzt. Dies war Josef Kornbüchen. Als Sportkommissar wurde Wilhelm Kornbüchen eingesetzt.

1935‑1945

Von 1935 bis 1938 ruhte der Turnbetrieb. Erst 1938 wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Bis 1941 konnte dann der Verein noch weiter Turnstunden abhalten, erst dann wurden die Turnstunden wieder eingestellt.

Riege des TVU von 1940 mit dem 1.Vorsitzenden Johann Bürger (rechts)

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1945

Während des 2. Weltkrieges, von Ende 1940 bis zur Kapitulation im Mai 1945 und einige Zeit nach, ruhte fast völlig der gesamte Sportbetrieb in Unterbach.

In einigen persönlichen Gesprächen von Unterbacher Sportlern, die inzwischen aus dem Krieg und aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, beschloss man durch Zusammenschluss der Vereine SC‑Unterbach und TV‑Unterbach dem Sport in Unterbach wieder auf die Beine zu helfen und gleichzeitig dadurch eine breitere Basis zu schaffen. Zur Generalversammlung wurde am 21. Oktober 1945 eingeladen. Es standen folgende Punkte auf der Tagesordnung:

1. Neuwahl des Hauptvorstandes und Vereinigung beider Vereine
2. Neuwahl des Vorstandes und der Spartenleiter
3. Verschiedenes

Als Vorsitzender wurde Anton Marx und als Geschäftsführer Arthur Bolte gewählt, zum Spartenleiter für die Fußballabteilung der Sportkamerad Herrmann Dopp und als Leiter der Turnabteilung erhielt der Sportkamerad Karl Bublitz die Mehrheit der Stimmen.

In einer gemeinsamen Aussprache legten der Hauptvorsitzende Anton Marx und der Leiter der Turnabteilung Karl Bublitz für den gesamten Verein den Namen "Turn‑ und Sportverein Unterbach" fest.

Die Turnabteilungsversammlung vom 2. Dezember 1945 wählte als 1. Schriftführer Helmut Johanns und als 11. Schriftführer Toni Heinrichs. Alter und gleichzeitig neuer Kassierer wurde Peter Jüntgen, der sich weiterhin bereit erklärte, den Posten weiterzuführen. I. Turnwart wurde Alfons Welte, II. Turnwart Arthur Bolte.

1946

Bereits Mitte 1946 erfolgte wieder die Trennung des Großvereins in die beiden ursprünglichen Vereine SC‑Unterbach und TV 1905 Unterbach. In der Versammlung vom 1. Dezember 1946 teilte dies der inzwischen neu gewählte 1. Vorsitzende des Turnvereins Jacob Beckers der Versammlung mit und erläuterte auch die Gründe, die zu dieser Trennung führten. Es erfolgte der Anschluss an den ODS (Ortsverband Düsseldorfer Sportvereine). Unter der Leitung von Frau Emmi Bolte bildete sich eine Damenriege. In Anbetracht der Verlängerung der Ausgangszeit (es herrschte noch Ausgangsverbot) und des Eintretens der Sommerzeit wurde für Jugendliche die Turnstunde von 18 bis 20 Uhr und für Erwachsene von 20 bis 22 Uhr festgelegt.

1947

Der Turnbetrieb nahm nun langsam wieder normalere Formen an. Es wurden Freundschaftswettkämpfe mit den Vereinen Eller 04 und Itter Holthausen ausgetragen (sh. Wettkampfprotokoll). Ein Jugendabend wurde veranstaltet, auf dem die Jugendlichen ihren Eltern die erlernten Turnübungen einmal vorführen konnten.

1948

Das "Erste Deutsche Turnfest'' nach dem 2. Weltkrieg in Frankfurt fand sehr lebhaftes Interesse. Der Vorstand beschloss, den aktiven Turner einen Zuschuss von 130 DM zu gewähren. Als Wettkämpfer besuchten das Deutsche Turnfest in Frankfurt Artur Bolte, Ernst und Karl Schmittmann, die auch als Turnfestsieger ausgezeichnet wurden.

1949

Wettkämpfe fördern den Sportgeist. Vor allem die jüngeren Turner forcierten das Training und wollten mehr Wettkämpfe turnen. Der Saal, in dem der Turnverein turnte, musste meist vor der Turnstunde aufgeräumt werden, da es sich um einen Gaststättensaal handelte und der Turnverein keine Miete zahlte und somit auch keinen Anspruch auf den Saal hatte.

Kreisturnfest in Angermund, Wettkämpfe gegen Lintorf, Neuss und Urdenbach rundeten das Jahr ab.

In einer Vorstandsversammlung vom 4. Dezember 1949 berichtete der Kassierer über den letzten Wettkampf gegen Lintorf am 27. November in Erkrath, dass der Verein finanziell fast auf Null steht, und dass es das Bestreben aller Mitglieder sein muss, im neuen Jahr durch tatkräftige Unterstützung die Kasse wieder flott zu machen.

1950

Die Vereinskasse erholte sich wieder. Dem Bericht des Kassierers konnte man entnehmen, dass per 1 . Januar 1950 ein Bestand von 49,50 DM in der Kasse war. Ein sicherlich für die damalige Zeit recht ansehnlicher Betrag.

Der Turnwart Josef Weyand bemängelte in der Jahreshauptversammlung vom 21. Januar 1950 in scharfer Form den Turnbetrieb während des Winters, der vollkommen lahm lag. Er stellte fest, dass die turnerischen Leistungen gesunken waren, obwohl verschiedene Wettkämpfe gewonnen wurden. Weiterführte er aus, dass dadurch die kameradschaftliche Zusammengehörigkeit beeinträchtigt wurde und schlug vor, mindestens einen Turnabend in der Woche für die Dauer der Wintermonate durchzuführen. Es herrschte allgemein die Meinung, dass während der kalten Jahreszeit eine auswärtige Turnhalle benutzt werden sollte. Darum wurde bei den befreundeten Vereinen Eller 04 und Hilden nachgefragt, ob man in der Woche die Turnstunde bei ihnen besuchen dürfte. So entstanden damals Freundschaften unter den Turnerinnen und Turnern, die heute noch anhalten.

1951

Wechsel vom Turngau Düsseldorf zum Turngau Niederberg. Nach längerer Aussprache stellte der 1. Vorsitzende den Antrag, den Turngau zu wechseln. Er wurde einstimmig angenommen. Begründung: Geographisch und turnmäßig günstiger.

Das Frühlingsfest am 2. Ostertag war ein voller Erfolg. Das Fest hatte bei der Unterbacher Bevölkerung einen sehr guten Anklang gefunden. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Durch vielseitige Übungen am Pferd, Boden und Barren sowie Reck wurde ein abwechslungsreiches Schauturnen geboten.

Freundschaftliche Bande wurden zum TV Ruppichteroth durch unseren Turnbruder Josef Weyand geknüpft.

Am Kreisturnfest in Neuss nahmen einige unserer Turner mit Erfolg teil.

1952

Bei der Vorausplanung zum Deutschen Turnfest in Hamburg 1953 konnte aus finanziellen und technischen Gründen aus unserem Verein niemand teilnehmen. Das Jahr 1952 hatte einige Höhepunkte, die der 1. Vorsitzende Johann Bürger in seinem Jahresbericht erwähnte, wie das Familienfest, den Karnevalsball, das Oster‑ und Stiftungsfest. Insbesondere die beiden letztgenannten enthielten ein ausgezeichnetes Programm und waren gut besucht. Ferner fand die Verschönerung des Hubertusfestes am 4. November durch unsere Geräteriege große Beachtung.
zwei große sportliche Erfolge konnten die Turner 1952 erringen. Den ersten beim Kreisturnfest in Hilden, aus dem die gesamte 1. Riege und zwei Jugendturner als Sieger hervorgingen. Es waren dies: A. Bolte, K. Schmittmann, J. Weyand, H. Klesch, H. Johanns, Walter Melles, Rudi Melles und Willi Sieger. Der zweite Erfolg war der Sieg gegen den TV‑Ruppichteroth 1888 am 5. November 1952 in R. mit 0,75 Punkten Vorsprung.

 

1953

Der vom TV Unterbach eingebrachte Antrag an den Kreisvorstand Niederberg, Gerätewettkämpfe in Form von Meisterschaften zwischen den Vereinen zu organisieren und durchzuführen, fand Beachtung. Kreisoberturnwart Alex Schürner erklärte aber, dass diese Angelegenheit bis zur Be­endigung des Deutschen Turnfestes in Hamburg zurückgestellt werden müsse, da der Arbeits­umfang sonst zu groß werde. Unsere Turner hofften, dass dieser Vorschlag nicht im Sande verlau­fe.
Rückkampf gegen Ruppichteroth im Saale Feldmann (heute Landhotel Zault) am 31. Mai 1953. Auch diesmal konnten sich die Unterbacher Turner siegreich behaupten. Für das Stiftungsfest am 27. September 1953
konnten vier Turner aus Ruppichteroth als Verstärkung für das Schauturnen gewonnen werden.
Das Fest selbst gefiel mit seinen Darbietungen sehr.  

1954

Der 1. Vorsitzende Johann Bürger, der Geschäftsführer Helmut Johanns und der Oberturnwart Josef Weyand wurden von der Hauptversammlung beauftragt, eine neue Satzung auszuarbeiten, da es sich wiederholt gezeigt hatte, dass die alte Satzung den Anforderungen eines ordentlichen Vereins nicht mehr gerecht wurde. Die neue Satzung wurde am 17. Januar 1954 von den anwesenden Mitgliedern der Hauptversammlung genehmigt.

Nach der Gründung des Bürgervereins Unterbach trat der Turnverein als Körperschaftsmitglied in den Bürgerverein ein. Im Hinblick auf die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten zum Goldjubiläum, dass am 4. und 5. Juni gefeiert werden soll, wurde unter dem Vorsitz von Johann Bürger ein Festausschuß gebildet.

Beteiligung am Sommerfest des Bürgervereins mit einer Gymnastik der Mädchengruppe und der 1. Männerriege, die am Barren turnte. Das Stiftungsfest wurde am 11. September 1954 durchgeführt.

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1955

Das Tambourkorps Vennhausen trat geschlossen dem TVU. bei. Am 4. und 5.Juni 1955 feierte die Turnfamilie das 50jährige Bestehen des TV Unterbach.

Bei herrlichem Sommerwetter wurde ein Festzug veranstaltet, an dem sich viele befreundete Vereine beteiligten. Die eigentliche Feier mit vielen Ehrungen verdienter Mitglieder, Schauvorführungen der Turnerinnen und Turner fand im Saale der Gaststätte "Am Zault" der Familie Fritz Feldmann statt. Ganz besonders trugen zur Verschönerung des Festes die Turnerinnen und Turner des uns sehr befreundeten Vereines aus Ruppichteroth bei. Mit Gymnastik und als Verstärkung unserer 1. Männerriege an Reck, Barren und am Boden hatten sie ihren Anteil am Gelingen der Veranstaltung.

Die Frauen der 1. Turnriege stifteten zum Vereinsjubiläum eine neue Vereinsfahne, denn die alte Fahne aus dem Gründungsjahr hatte unter dem Zahn der Zeit und den Kriegswirren sehr gelitten und konnte nicht mehr öffentlich gezeigt werden. In einer spontanen Aktion beschlossen Erna Bürger, Emmi Bolte, Lisbeth Klesch, Margret Melles, Ria Johanns, Helga Nöh, Else Schmittmann, Ilse Schmittmann, Tine Weyand und Frau Weite, ihren Männern und dem Turnverein eine Freude zu bereiten. Wie wir wissen, war die Überraschung zu aller Freude gelungen.

Unser ehemaliger Vorsitzender Karl Schmittmann
beim 50-jährigen Jubiläum am Reck

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1956

Unser bisheriger Turnplatz, der Saal in der Gaststätte am Zault wurde zu Wohnungen für Gastarbeiter umgebaut. Wir mussten wieder einmal, wie so oft in unserer Vereinsgeschichte, eine neue Bleibe suchen. in der Gaststätte Schulte‑Zuhausen an der Rohrsmühle konnte der Turnverein mit der freundlichen Genehmigung der Wirtsleute die Turnstunden weiter ausüben. Leider aber nicht sehr lange, da der Wirt diesen Saal anderweitig nutzen wollte. Es wurde mit dem Bau der Wichernschule und einer Turnhalle begonnen. Voraussichtliche Fertigstellung Februar 1957.

1957

Aus gesundheitlichen Gründen trat unser langjähriger 1. Vorsitzender Johann Bürger zurück; an seiner Stelle wurde Helmut Johanns zum 1. Vorsitzenden gewählt. Johann Bürger wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die Turnhalle an der Wichernschule wurde fertiggestellt und am 9. März 1957 in einer Feierstunde mit turnerischen Darbietungen eingeweiht. Zum ersten Male konnte nun der Verein geregelte Übungsstunden durchführen, was ein starkes Anwachsen der Mitgliederzahl des Vereins zur Folge hatte.

1958

Bei den Jugendbestenwettkämpfen am 20. April 1958 in Leverkusen belegten in der Jugend Klasse Klaus Lessing den 4. und Horst Bonke den 5. Platz. Zum erstenmal wurde die sog. Götzwanderung des DTB am 15. Mai 1958 durchgeführt. Sie führte unter der Leitung von Karl Schmittmann an den "Blauen See" nach Ratingen. Am Deutschen Turnfest vom 20. bis 28. Juli 1958 beteiligten sich sechs Wettkämpfer und zwei Festteilnehmer. Unser Tambourkorps konnte beim Tambour‑Wettstreit am 7. September 1958 in Leverkusen Wiesdorf den 3. Platz erringen.

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1959

Unser Hauptkassierer Peter Jüntgen trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wurde zum Ehrenkassierer ernannt.

Am 25. April fand ein Schauturnen sämtlicher Abteilungen in der Turnhalle an der Wichernschule statt. Am 20. und 21. Juni 1959 wurde in Hilden das Gauturnfest abgehalten. Vom TV Unterbach nahmen 37 Kinder und Erwachsene an Wahl‑ und Turnwettkämpfen teil. Im Gerätekampf Unterstufe, Jahrgang 1940, belegte Klaus Maul Platz 1 und im 6‑Kampf Unterstufe, Jahrgang 1943/44, belegte Karl‑Heinz Blumenroth den 1. Platz.

Am 28. November feierte der TV Unterbach sein Stiftungsfest in der Gaststätte Strulik (Unterbacher Hof). Das Schauturnen fand unter Mitwirkung sämtlicher Abteilungen und einiger Mitglieder des befreundeten TV Rupperichteroth um 16:30 Uhr in der Turnhalle an der Wichernschule statt.

1960

Der Veranstaltungskalender für das Jahr 1960 sah wie folgt aus:

23. 1. 1960        Kameradschaftsabend in der Gaststätte "Haus Heidberg''
27. 2. 1960        Karnevalsfest im "Haus Heidberg''
26. 5. 1960       Christi Himmelfahrt (Götzwanderung) eine Busfahrt mit 50 Personen nach Mainerzhagen an die
Ostertalsperre.

Am Rheinischen Landesturnfest in Rheydt nahmen Artur Bolte, Jürgen Dohm und Karl‑Heinz Blumenroth als Jugendturner mit Erfolg teil.

15. 10. 1960      Stiftungsfest mit Schauturnen
05. 11. 1960      Gerätewettkampf TV‑Ruppichteroth gegen TV Unterbach in Unterbach, der von der jungen
Unterbacher Riege gewonnen wurde.

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1961

Bei der Jahreshauptversammlung am 23. März 1961 wurde der Monatsbeitrag von DM 0,50 auf DM 1,00 angehoben.

11.02.1961   Karnevalsfest im "Haus Heidberg"
26.03.1961   Gaujugendbestenwettkämpfe
15.04.1961   Wettkampf in Ruppichteroth. Ein Bus wurde gechartert, denn 60 Vereinsmitglieder wollten den
Vergleichskampf miterleben 26. 5. 1961 Gauturnfest in Wald‑Merscheid

09.07.1961   Turnvergleichswettkampf gegen Wuppertal, den der TVU gewann.
Bester Einzelturner war Klaus Lessing mit 47,3 Pkt.

05.11.1961   Turnvergleichswettkampf gegen TV‑Ruppichteroth in Unterbach. Der TVU gewann den Wettkampf mit
222,15 zu 217,15 Pkt. Bester Einzelturner war Hans Beiert vom TV‑Ruppichteroth, 2. wurde Klaus  Lessing und 3. Jürgen Dohm vom TVU.

1962

Josef Sauren wurde mit der goldenen Ehrennnadel ausgezeichnet.

3. 3. 1962 Karnevalsfest im "Haus Heidberg"

4. 3. 1962   Es beteiligte sich eine Gruppe am Karnevalsumzug mit einem Wagen unter dem Motto "Piraten vom Bendensee"

26. 5. 1962 Pokalkampf TV Unterbach ‑ TV‑Ruppichteroth ‑ TV‑Neunkirchen in Unterbach. Der TVU gewann diesen Pokal mit 218,4 Pkt. vor Ruppichteroth mit 218,1 Pkt. und dem TV‑Neinkirchen mit 211,25 Pkt. Bester Einzelturner war Klaus Lessing mit 45,90 Pkt. (TVU), 2. wurde Johnannes Fiehlenbach mit 45,85 Pkt. und 3. wurde Karl‑Heinz Blumenroth mit 45,45 Pkt. Für Unterbach turnten Klaus Lessing, Horst Bonke, Karl Schmittmann, Artur Bolte jun., Gerd Stroebelt, Michael Schecker und Karl‑Heinz Blumenroth.

Durch die beiden Neuzugänge Gerd Kalisch und Dieter Reichelt konnte sich die Kunstturnriege des TVU erheblich verstärken. Der Wettkampf am 7. Juli 1962 gegen den Haaner Turnerbund, der mit 211,65 Pkt. zu 194,05 Pkt. mit 17,6 Pkt. Vorsprung gewonnen wurde, zeigte dies sehr deutlich.

3. 11. 1962 Stiftungsfest im Unterbacher Hof und am Nachmittag Schauturnen sämtlicher Abteilungen in der Wichernschulturnhalle.

1963

Am 26.1.1963 fand ein Rückkampf im Geräteturnen gegen Wuppertal statt.

Unter der Leitung von Michael Schecker wurde ein Sommerzeltlager im Aggertal mit dem Schüler‑Turn‑ und Sportverein Gymnasium Gerresheim durchgeführt.

Am 9. März 1963 traten unsere Kunstturner zu einem Wettkampf gegen den Turnverein Sehnde Lehrte an. Unsere Gäste reisten mit dem Autobus an und wurden von Mitgliedern des Vereins privat untergebracht. Der Wettkampf wurde von unserer Riege gewonnen.

Vom 15. bis 21. Juli 1963 war in Essen das Deutsche Turnfest.

1964

Nach einer ausgedehnten Diskussion bei der Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1964 über den Verbleib unseres Vereins im Turngau Niederberg oder zur Ummeldung nach Düsseldorf, entschied sich die Mehrheit der anwesenden Mitglieder für die Ummeldung.

Die Damen Gymnastikabteilung wurde gegründet und hatte nach kurzer Anlaufzeit regen Zulauf bei den Unterbacher Damen gefunden. An manchen Turnstunden tummelten sich 30 und mehr Damen auf dem Turnboden.

1965

Karl Schmittmann löste Helmut Johanns als 1. Vorsitzenden ab. Nach acht Jahren Vorsitzender des TVU wollte Helmut Johanns nur für "Sonderaufgaben" zu Verfügung stehen.

Herausragende Ereignisse des Jahres waren Kostümfest am 26.2.65 im Schwalbenkrug, Gaukinder‑Hallen‑Mannschaftskämpfe am 24.1.65 mit einer Mädchenriege, Wanderung am Himmelfahrtstag (Götzwanderung)zum Siegkreis. Mitte Juni erfolgte der Umzug in die neue Turnhalle an der Carl‑Sonnenschein‑Schule, die dem TV Unterbach als einzigem Verein zugeteilt wurde.

Stiftungsfest aus Anlaß des 60jährigen Vereinsjubiläums, Schauturnen mit Ausschnitten aus dem Vereinsleben am 8. und 9. Oktober, Trampolinvergleichskampf gegen TV‑Ruppichteroth am 11. Dezember.
Unser Vereinsturnlehrer Gerd Kalisch veranstaltete auf Gauebene 2 Trampolinlehrgänge in der Unterbacher Turnhalle.

Das abschließende Gedicht über die, Abenteuer‑ unserer alten Turnbrüder Herrmann Blind und Josef Sauren beim Besuch des Übungsabends der "Muttiriege" erregte viel Beifall und Heiterkeit.

1966

Dank umfangreicher Jugendarbeit entwickelte sich die Mitgliederzahl mit 311 Mitgliedern auf die bisher höchste Zahl in der Vereinsgeschichte. Eine Abteilung für "Jedermann‑Turnen" wurde gegründet.

Am 30.1.66 beteiligte sich der TVU. an den Gaumannschaftsmeisterschaften im Trampolinturnen in Rheinhausen. Die Unterbacher Turnerinnen vertraten allein den Gau Düsseldorf als Mannschaft. Am 18.2. fand das traditionelle Karnevalsfest im Schwalbenkrug statt. Besonderen Anklang fanden die tänzerischen Vorführungen der Gymnastikriege.

Am 5. Rheinischen Landesturnfest in Remscheid am 3.‑5. Juni nahmen 13 Teilnehmer teil, von denen 11 einen Sieg errangen. Im Geräte‑6‑Kampf‑Altersklasse errang Karl Schmittmann den 6. und Dr. Ernst Schmittmann den 10. Rang. Im 8‑Kampf der Turner errang Jürgen Dohm den 19. Rang (von 245 Wettkämpfern) Seppel Krause erreichte im allg. 8‑Kampf der Turner den 28. Platz. Rudi Schmittmann bei der Turnerjugend A einen sehr beachtlichen 6. Rang. Im Trampolinspringen erreichte Hannelore Beuth den 1. und Irmgard Schmidt den 3. Rang. Kurt‑Werner Boden erreichte im Trampolinspringen der Jugendturner den 3. Rang.

Unter der Betreuung des Trampolinobmanns des Turngaues Düsseldorf, Gerhard Kalisch, schaffte Andreas Rydzewski vom Turnverein 1905 Unterbach die Berufung in die Jugend‑Nationalmannschaft.

1967

Paul Beuth verfehlte den Eintritt in die Trampolinnationalmannschaft um nur 1/10 Punkt. Die Beiträge mußten angehoben werden, da sehr hohe Kosten durch die bezahlten Übungsleiter entstanden sind. Kinder zahlten fortan DM 2.‑ je Monat und die Familienkarte wurde auf DM 4.‑ je Monat angehoben.

Der Verein hat seit Oktober eine neue Jedermann‑Abteilung von etwa 25 Mann der Firma Bast. Sie wird geleitet und trainiert von unserem Tbr. Gerd Kalisch.

1968

Vom 28. Mai bis zum 2. Juni fand das Deutsche Turnfest in Berlin statt, es nahmen 8 Wettkämpfer und 3 Festteilnehmer an den verschiedensten Veranstaltungen toll. Alle Wettkämpfer erhielten die Siegerplakette des Deutschen Turnfestes.

Andreas Rydzewski wurde mit 33,70 Punkten Deutscher Schülermeister im Trampolinturnen und gewann damit den vom Deutschen Turnerbund gestifteten Silberpokal. Bei der gleichen Veranstaltung errang die gemischte Schülermannschaft mit, Monika Burbeck, Bärbel Reinhard, Andreas Rydzewski, Herbert Hasters und Manfred Pellmann den 3. Rang. Turnbruder K.H. Blumenroth erklärte sich bereit eine Leistungsgruppe im Geräteturnen, mit kleinen Turnerinnen und Turnern aufzubauen, das Geräteturnen ist nach dem Auseinandergehen der 1. Riege 1964 fast gänzlich zum Stillstand gekommen.

1969

Eine Volleyballgruppe unter der Leitung von Heiko Fiegl wurde gegründet. Die Himmelfahrtstour 69 führte ins Sauerland. Etwa 50 Personen nahmen daran teil. Ein Rheinbahnbus brachte die Wanderer zur Nordhelle. Von da ging die Wanderung durch alle Arten von Geländeformen bis an den Biggesee, am Abend ging es dann mit dem Bus nach Unterbach zurück. Das erste Basketballspiel, ein Vergleich gegen eine Mannschaft der Jedermann‑Gruppe der Firma Bast fand statt. Dieses Spiel konnten unsere Turner nicht gewinnen.

Das 1. Rheinische Altersturnfest In Berg. Gladbach fand vom 12.‑14. Sept. statt. 8 Wettkämpfer hatte unser Verein gemeldet, die beste Plazierung erreichte Willi Nöh mit Rang 7. Vom Deutschen Turnerbund erhielten wegen 50jähriger Vereinszugehörigkeit der Ehrenvorsitzende Johann Bürger sowie Ehrenkassierer Peter Jüntgen die DTB‑Ehrennadel.

1970

Zum traditionellen Kostümfest fand sich unsere Turngemeinde am 6. Febr. im Vereinshaus zu­sammen, und zwar in diesem Lokal zum ersten Mal. Unsere Himmelfahrtswanderung führte zum 2. Male, nach Engelskirchen.
Unter der Leitung von Artur Bolte jun. wurde eine Basketballabteilung gegründet, die sich nach kurzer Zeit spielerisch und auch gesellig fest in unserem Verein etablierte.
Vom 15. Mai bis 17.Mai fand das 6. Rheinische Landesturnfest in Leverkusen statt. Von 27 Wettkämpfern belegten 4 einen 1. Platz, 3 einen 2. Platz, 6 lagen mit ihrer Wertung unter den ersten 10 und einer mit seiner Wertung noch unter den ersten 20. Der TVU war somit leistungsstärkster Verein im Turngau Düs­seldorf.
Sieger Platz 1 bis 4:
1. Monika Burbeck Trampolin‑Bundesklasse
4. Bärbel Reinhard Trampolin‑Bundesklasse
1. Werner Stiglmair Trampolin Knaben
4. Harald Günther Trampolin Knaben
1. Brigitte Lieverscheidt Trampolin Mädchen
2. Ulrike Tillwich Trampolin Mädchen
2. Petra Schmittmann Trampolin Landesklasse
1 . Karl Schmittmann Gemischter Wahlmehrkampf
2. Dr. Ernst Schmittmann gemischter Wahlmehrkampf

1971

Der Aufwärtstrend an neuen Mitgliedern hält weiterhin an, eine erfreuliche Tatsache, dass Ende 1970 unsere Mitgliederzahl auf 492 angestiegen ist, was wiederum auf unsere gute Breitenarbeit zurückzuführen ist. Aufgrund neuerstellter Aufnahme‑Formulare zur Überprüfung der Beitrags­zahlung per Lastschriftverfahren und Bareinzahlung wurde eine neue Mitgliederkartei erstellt.
Am 8. Mai fand in der Großturnhalle in Erkrath ein Schauturnen aller 12 Abteilungen unseres Vereins statt. Unter der Leitung von Gerd Kalisch wurde eine technisch gut durchorganisierte Schau geboten.
Vom 10. ‑ 12. Sept. fand in Siegen das Bundes‑Altersturnfest statt. Karl Schmittmann erkämpfte sich in seiner Altersstufe den 2. Rang und sein Bruder Ernst den 5. Platz in der gleichen Alters­klasse. Außer den beiden erfolgreichen Teilnehmern konnte sich Willi Nöh, Helmut Johanns, Herbert Klesch, Walter und Rudi Melles als Sieger platzieren. Auf dem Gebiet des Trampolin‑Tur­nens wurden drei deutsche Meistertitel errungen (siehe Trampolinbericht)

1972

Aufgrund der Größe des Turnvereins (530 Mitglieder) wurde vom Vorsitzenden Karl Schmittmann bei der Jahreshauptversammlung am 29.1. der Vorschlag gemacht, unseren Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen, so dass wir dann Turnverein 1905 Unterbach e.V. heißen. Nach einer kurzen Darstellung wurde von der Versammlung einstimmig der Eintragung ins Vereinsregister im Laufe des Jahres 1972 zugestimmt.

Durch das große Interesse am Volleyballspiel, mussten wir der Abteilung einen zweiten Übungsabend ermöglichen, so dass nun montags und donnerstags Volleyball gespielt werden konnte. Diese Gruppe nimmt zwar nicht an Rundenkämpfen teil, pflegt aber einen guten Kontakt zu Volleyballgruppen anderer Vereine und bestreitet auch von Zeit zu Zeit Turniere, vor allem gegen den TV‑Mettmann.

Erfreulicher Aufwärtstrend unserer Basketballer, die nun schon im dritten Jahr die Aufstiegsrunden‑Spiele bestreiten. So haben unsere Jungen und Schülermannschaften in diesem Jahr jeweils den zweiten Platz belegt. Damit nahm die Jungenmannschaften den Vorrundenspielen zur westdeutschen Basketballmeisterschaft teil, schied aber leider schon in der Vorrunde aus.

Die Leistungsturnerinnen überraschten mit zwei interessanten Wettkämpfen, einmal gegen den TUS-Erkrath und gegen Garath die beide von unseren Turnerinnen mit Abstand gewonnen wurden.

1973

Auch im Jahr 73 war nicht zu übersehen ‑ aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen ‑, dass die Ausgaben weiter angestiegen sind, die in erster Linie auf die höheren Honorare für Übungsleiter und die steigende Mitgliederzahl zurückzuführen sind. Diese Entwicklung kann jedoch insofern nur positiv bewertet werden, da sie ihre Ursache in der Erweiterung des Turnbetriebes hat. Aufgrund dieser vorerwähnten Kostensteigerungen erreichte es Vorsitzender Karl Schmittmann seine Wiederwahl davon abhängig zu machen, dass die Monatsbeiträge von bisher DM 3.‑ auf DM 4.‑ ab 1973 erhöht werden, damit der Verein eine gesunde finanzielle Rücklage behält.

Das Karnevalsfest am 2.3.73 im Gasthaus "Am Heidberg" konnte sehr gefallen, zur ausgelassenen Stimmung beim TVU. trugen einige Büttenredner und die ausgezeichnete Kapelle bei.

Zum Deutschen Turnfest vom 12.‑17.6. in Stuttgart beteiligten sich mehr als 30 Wettkämpfer des TVU. an den verschiedensten Wettkämpfen. Es waren unvergessene Tage, die nachhaltig noch heute in unseren Köpfen schweben. Vom Arzneikoffer, zur organisierten Fahne, bis hin zu den Straßenpflanzen und ruhestörendem Lärm im Gemeinschaftsquartier, es war erlebenswert.

1974

Bei der Jahreshauptversammlung am 26. Jan. wurde die Neuwahl des Vorstandes durch die Tatsache erschwert, dass der erste Vorsitzende, der zweite Vorsitzende, der Kassenwart und der Oberturnwart aus beruflichen und privaten Gründen sich nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung stellen wollten. Da die vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt des ersten Vorsitzenden alle dieses Amt ablehnten, wurde die Wahl des ersten Vorsitzenden zurückgestellt und zunächst mit der Wahl des zweiten Vorsitzenden begonnen. Der Kandidat K.H. Blumenroth machte die Annahme dieses Amtes davon abhängig, dass sich Karl Schmittmann noch einmal für das laufende Jahr als erster Vorsitzender zur Verfügung stellen würde. Aus der Ausweglosigkeit der Situation und auf Drängen der Versammlung stellte sich Karl Schmittmann noch einmal zur Verfügung.

1975

Einen Wechsel gab es bei der Jahreshauptversammlung am 11. März an der Spitze des Turnvereins Unterbach: Für Karl Schmittmann, der ein Jahrzehnt das Steuer des Vereinsschiffs geführt hatte und sich nun nicht mehr zur Wahl stellte, berief die Hauptversammlung Karl‑Heinz Blumenroth in die Funktion des ersten Vorsitzenden. Erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden war die Auszeichnung von Karl Schmittmann und Josef Weyand. Beide erhielten nach langjähriger erfolgreicher Arbeit für den Verein die Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes. Ebenso wurde die Ehrennadel dem im vergangenen Jahr auf so tragische Art ums Leben gekommenen Helmut Johanns zugedacht.

Am 3. und 4. Oktober hatte die große Turnfamilie zum Jubiläum geladen. "70 Jahre TV Unterbach" unter diesem Motto wurden eine sportliche Leistungsschau in der Großturnhalle Erkrath, ein Kinderfest auf dem Vorplatz der Wichernschule und ein großer Festabend in der Turnhalle der Wichernschule veranstaltet. Der TVU. konnte hier durch seine zwanglosen gesellschaftlichen Veranstaltungen Kontakte fördern, und seine sportlichen Leistungen der Öffentlichkeit mit Erfolg näher bringen.
700 Mitglieder hat nun der TV Unterbach, davon sind mehr als 600 sportlich aktiv, in den verschiedensten Abt. ‑ optimal durch unsere Übungsleiter betreut. Seit einiger Zeit stellte sich für uns die Frage, wie können wir die Jugendarbeit, Verwaltungsarbeit und auch die geschäftlichen Verpflichtungen unseren Mitgliedern gegenüber besser gestalten.

Ein Vereinsheim muss her, so lautete in allen Abt. die Forderung. Es wurde in Versammlungen beraten. Pläne ausgearbeitet, mit den zuständigen Gremien der Düsseldorfer Ratsfraktionen gesprochen, unsere Pläne wurden vorgelegt, mit Grundstückseigentümern verhandelt usw. usw. Mit dem Ergebnis, dass alle die Personen denen wir unsere Bitte vortrugen, versprachen, sich für unser Vorhaben zu verwenden und uns zu helfen.

Bei all diesen Gesprächen, konnte ein Aspekt nicht übersehen werden, die Frage wie viel Geld steht dem TVU. als Eigenkapital zu Verfügung.

Zum Zeitpunkt unserer ersten Verhandlungen mussten wir dies mit Null DM angeben.

1976

Ein Sonderkonto für ein eigenes Vereinsheim mit entsprechender Sportanlage wurde eingerichtet, auf dem Spenden und Überschüsse von Veranstaltungen gespart werden sollen.

Die im Vorjahr vom Vorstand angekündigte neue Satzung wurde im Jahre 1975 erstellt und in der Jahreshauptversammlung zur Abstimmung vorgelesen. Nach entsprechender Diskussion über die verschiedenen Satzungspunkte wurde die Satzung zur Abstimmung freigegeben. Die Satzung wurde von 47 Anwesenden angenommen mit einer Enthaltung.

Aufgrund unseres sinkenden Kassenbestandes wurde vom Vorstand eine Beitragserhöhung von bisher 4.‑ DM auf DM 6.‑ im Monat vorgeschlagen. Wir lagen hiermit im Rahmen vergleichbarer Vereine im Düsseldorfer Turngau.

Bild Schauturnen Erkrath

1977

Leider ist es uns auch im Jahr 77 nicht gelungen, einen geeigneten Raum oder einen Platz für ein Vereinsheim zu finden. Die Gespräche mit den zuständigen Bezirksvertretern und Ratsmitgliedern haben, wie bisher, keinerlei Lösung ergeben.

Kurz vor den Sommerferien am 2.7.1977 führten wir erstmals ein Sommerfest durch. Der Turnverein lud hierzu alle seine Mitglieder und Freunde zu Spanferkel, Tanz am Lagerfeuer, einer Jedermann-Olympiade und einigen Schauvorführungen der Abteilungen ein.

Am 7.11.1977 lud der Bürgerverein Unterbach unter Vorsitz von Herrn Toni Fuhrmann die Unterbacher Vereine zu einem Gespräch in die Gaststätte Vereinshaus ein.

Thema des Gesprächs war die Erweiterung und der Umbau der Turn‑ und Mehrzweckhalle an der Wichernschule. Leider konnten die Vertreter der Unterbacher Sportvereine dem Umbau wie er vorgesehen war und uns vorgestellt wurde keine Begeisterung abgewinnen, da es sich schlicht und einfach um einen Umbau handelte der ausschließlich und hauptsächlich dem Vergnügen zugute kam. Hinzu kamen noch die enormen Umbaukosten für eine Normenturnhalle, für die wir Sportler denen es in Unterbach an Übungsraum fehlt, nicht das rechte Verständnis aufbringen konnten. Bei den Deutschen Vereinsmannschafts‑Meisterschaften im Trampolinturnen, wurde unsere Mannschaft am 3.12.77 in Köln Deutscher Vizemeister.

1978

Am 20.1. lud der Vorstand unseres Vereins alle ehrenamtlichen Mitarbeiter und Übungsleiter mit ihren Frauen zu einem kleinen Umtrunk ein.

Zum erstenmal führte der TV Unterbach eine Skigruppenfahrt mit Jugendlichen vom 11.3. ‑24.3.78 in die Schweiz durch. Ziel war der Ort Wiler im Lötschental, Kanton Wallis. Es nahmen 22 Personen daran teil.

Am 10.6.78 führte der TVU. seine 1. Jugendleichtathletik‑Meisterschaft durch. 1. Jugendvereinsmeister wurde Rainer Knecht er bekam einen Wanderpreis, gestiftet von Dr. Wolf Jenkner.

Deutsches Turnfest in Hannover, vom 30.7. ‑5.8.78. Insgesamt hatte unser Turnverein 15 Personen gemeldet, die an den verschiedensten Turnwettkämpfen teilnahmen. Unsere Trampoliner unter der Leitung von Andreas Rydzewski ‑ hatten hier die höchsten Aufgaben zu bewältigen; es ging bei ihnen um die Deutschen Trampolinmeisterschaften.

Gerd Albert und Karl‑Heinz Hüninghake wurden bei dem Empfang des OB Klaus Bungert im Rathaus der Stadt Düsseldorf für die errungene Deutsche Trampolin‑Synchron‑Meisterschaft 1977 geehrt.

Durch die Ausgeglichenheit in der Mannschaft des TVU. bei den Deutschen Trampolinmannschafts‑Meisterschaften mit dem sicheren Vorsprung von 3,8 Punkten vor der TSG Wiesloch, gelang es unserer Trampolinmannschaft in der zweiten Kür ihre Leistung noch zu steigern, damit ihren Vorsprung zu erhöhen und ihre erste Deutsche Vereinsmannschaftsmeisterschaft mit 285.0 Punkten zu erringen, zu der wir herzlich gratulieren.

1979

Auch in diesem Jahr führte der TVU. eine Skigruppenfahrt mit Jugendlichen vom 26.12.78‑7.1.79 durch. Diesmal ging es nach Reischach in Südtirol. Die Quartiersuche gestaltete sich anfänglich sehr schwer, dank der Beharrlichkeit unserer Traudel Blumenroth konnte ein ausgezeichnetes Haus gefunden werden.

TV Unterbachs Basketball‑Turnier am 19. und 20.5.79 in der Hochdahler Sporthalle war ein voller Erfolg. Bei den Männern gewann die 1. Mannschaft des TVU. Bei den Damen die HAT-Hilden. Karl‑Heinz Hüninghake und Jörg Schnierda wurden in Engers (Westerwald) neue Deutsche Trampolin‑Synchron‑Meister 1979.

Neuer Jugendleichtathletik‑Vereinsmeister wurde Daniel Sicui-Sebeanu mit 232 Pkt. Vor Jürgen Grimm und Rainer Knecht.

Auch 1979 konnten unsere Trampoliner die Deutsche Vereinsmannschafts‑Meisterschaft erringen (siehe Trampolinbericht)

1980

Am 31. Januar fand die erste Besprechung zum 75jährigen Vereinsjubiläum statt. Der alte Vorstand beschloß, vom 14. September bis zum 4. Oktober verschiedene Veranstaltungen wie Basketball und Volleyball Turniere, 'Festkommers und zum Abschluß ein Stiftungsfest durchzuführen. Eine Jubiläumsschrift mit einer Chronik der Vereinsgeschichte soll erstellt werden.'

Zur Ehrung unserer "Deutschen‑Trampolin‑Meister 1979" am 1. Februar in der Altentagesstätte in Unterbach konnte der 1. Vorsitzende K. H. Blumenroth die Vertreter der ortsansässigen Vereine, der Fachverbände, ehrenamtliche Mitarbeiter und Ehrenmitglieder des TV‑Unterbach begrüßen. Deutscher Meister im Trampolinsynchronturnen wurde K. H. Hüninghake und J. Schnierda, bei den Damen belegte Barbara Kalisch und Christiane Rother den 3. Platz.

Deutscher Mannschaftsmeister im Trampolinturnen 1979 wurde zum zweiten mal hintereinander der TV‑Unterbach. In der Mannschaft turnten: B. Kalisch, Ch. Rother, R. Haas, K. H. Hüninghake, A. Rydzewski und J. Schnierda.

Das Kostümfest am Karnevals Freitag in der umgebauten Turnhalle an der Wichernschule war wieder ein voller Erfolg.

Bei der Jahreshauptversammlung am 14. März wurde die neue Ehrenordnung des TV‑U verabschiedet.

Zum Rheinischen Turnfest in Duisburg konnte unser Oberturnwart Eckhard Braun 40 Aktive und Kampfrichter melden.

Herausragende Leistungen beim RTB‑Turnfest waren: 1. Platz K. H. Hüninghake Trampolin Turner, 2. Platz J. Schnierda Trampolin Turner, 3. Platz B. Kalisch Trampolin Turnerin, 1. Platz K. H. Hüninghake und J. Schnierda Trampolin Synchronturnen, 3. Platz B. Kalisch und Ch. Rother Trampolin Synchronturnen und in der Trampolin Landesklasse der 1. Platz von Andreas Pellmann und der 3. Platz Harald Günther.

Nicht zu vergessen der hervorragende 5. Platz unserer Volleyball Männermannschaft von 22 teilnehmenden Mannschaften aus dem RTB.

 

    
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 31. März 2011 um 11:00 Uhr